Experten raten: Wertpapierdepot regelmäßig überprüfen

Experten raten: Wertpapierdepot regelmäßig überprüfen

Besitzer eines Wertpapierdepots sollten sich nicht ausruhen, sondern es in regelmäßigen Abständen ansehen. Entspricht es noch den eigenen Anforderungen, dem Risikoprofil sowie den Vermögensverhältnissen? Passt das Produkt nicht mehr, sollte gewechselt werden.

Vor allem die Kostenkontrolle ist wichtig. Für die Depotführung sowie die Transaktionen fallen unterschiedlich hohe Gebühren an. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Anbietern sind enorm. Erfahrene Trader sollten online geführte Depots bevorzugen, während Anfänger ein Konto auswählen sollen, das eine persönliche Betreuung anbietet. Weniger Erfahrene sollten außerdem darauf achten, ob Mindestspesen anfallen. Werden anfangs nur geringe Beträge gehandelt, sollte die Jahresgebühr möglichst niedrig ausfallen, damit kleine Gewinne nicht aufgefressen werden. Bei vielen Transaktionen fällt die Höhe der jährlichen Kontogebühr weniger ins Gewicht, jetzt sind die Kosten für einzelne Transaktionen entscheidend. Wie hoch sind diese für inländische und ausländische Geschäfte? Besonders beim Handel mit ausländischen Börsen sollten die Kosten im Voraus ermittelt werden, denn diese Transaktionen bedeuten einen höheren Verwaltungsaufwand. Wer unzufrieden ist, sollte sich andere Anbieter ansehen. Besonders interessant sind neben den Gebühren auch die Serviceleistungen, diese können den Ausschlag über den Wechsel geben.

Depot auf Lebenssituation abstimmen

In regelmäßigen Abständen, etwa zum Jahreswechsel oder in der Mitte des Jahres sollte das Wertpapierdepot genau analysiert werden. Denn mit dem Lebensalter und sich ändernden Einkommensverhältnissen ändern sich Risikoprofil und Anlagestrategie. Ein Depot ist kein Finanzprodukt für bequeme Anleger. Wer denkt, nur einmalig Aktien oder Edelmetalle erwerben zu müssen, irrt, den der Markt ändert sich ständig. Auch mit der Änderung der finanziellen Situation muss sich das Depot ändern. Junge und Berufstätige beispielsweise haben einen langen Anlagehorizont, bei ihnen steht der Vermögensaufbau im Vordergrund. Bei Rentnern hingegen hat der Erhalt des Kapitals Vorrang, bei dieser Gruppe ist eine defensive Anlagestrategie zu empfehlen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Diversifikation des Portfolios, um das Risiko zu streuen. Auch Finanzexperten können nicht in die Zukunft schauen und Entwicklungen voraussehen. Anleger sollten sich daher einen Wertpapier-Mix zusammenstellen, Wertpapiere verschiedener Unternehmen sowie mehrere Anlageideen ergeben eine gute Mischung. Neben Aktien, Investmentfonds und Anleihen sind auch andere Anlageklassen interessant, etwa Immobilien oder Edelmetalle. Wer sich unsicher ist, wie er vorgehen soll, kann sich von unabhängiger Seite umfassend beraten lassen.

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