Tipp der Redaktion: Das eToro Social Trading Depot

  • Kostenloses Demodepot
  • Kostenlose Kontoführung
  • Strategien von Signalgebern kopieren
  • Maximaler Hebel 1: 400
  • Mindesteinlage 200 $
  • Forex und CFD Handel
Wertpapierarten
  • Aktien
  • ETFs
  • Indizes
  • Rohstoffe
  • Devisen
Video eToro – Social Investment Network


Zehn Dinge, die Sie zum Social Trading wissen müssen

Wer denkt, dass Trader immer noch einsam ihre Deals platzieren, irrt. Social Trading führte dazu, dass aus Einzelkämpfern eine weltumspannende Community wurde, die mehrere Millionen Mitglieder hat. Social Trading bietet eine Kombination aus Traden, Facebook und Twitter. Die entsprechenden Portale stellen ihren Kunden die Handelsplattform bereit. Anstelle der Informationsfluten klassischer Broker übernehmen hier die Mitglieder in den jeweiligen Foren die Aufgabe der Nachrichtenverbreitung. Dazu bieten die Foren die Option reichhaltiger Diskussionen. Das Besondere am Social Trading ist aber die Möglichkeit, fremde Trades zu kopieren.

Die erste Plattform für den kollektiven Handel bot eToro. Bei eToro unterscheiden sich die User in zwei Gruppen. Zum einen gibt es die sogenannten „Gurus“, die Signalgeber, zum anderen die Follower. Der Guru hat in der Vergangenheit kontinuierlich sein Fachwissen durch erfolgreiche Trades unter Beweis gestellt. Als Guru hat er die Möglichkeit, seine Trades im „open book“, einem offenen Orderbuch, zu hinterlegen. Die „Follower“ können auf seinen Zug aufspringen und seine Order 1: 1 in ihr eigenes Orderbuch übernehmen. Dafür erhält der Guru eine Beteiligung am Gewinn der Followers – eine klassische Win-win-Situation.

Gerade für Einsteiger im Börsengeschehen biete das Social Trading hervorragende Optionen. Neben dem regen Austausch mit anderen Tradern lernen sie von den etablierten Mitgliedern deren Strategien, sehen, wann welche Strategie zur Anwendung kommt. Sie werden so von erfolgreichen Anlegern an die Materie herangeführt. So Erfolg versprechend das Social Trading klingt, gilt es doch, einige Punkte zu beachten. Diese wollen wir an dieser Stelle näher beleuchten.

Kann ich ohne Vorkenntnisse zum Top Trader werden?

Diese Frage verdient ein klares Nein als Antwort. Die Ergebnisse derjenigen, deren Trades kopiert werden, rühren aus der Vergangenheit her. Sie sind kein Garant für die Zukunft. Es ist durchaus notwendig, sich selbst mit den jeweiligen Handelsstrategien zu beschäftigen, um herauszufinden, welche in der jeweiligen Marktsituation zu einem Gewinn führen. Alternativ müssten Follower die Strategien unzähliger Gurus kopieren. Wer erfolgreich ist und wer nicht, lässt sich zu diesem Zeitpunkt nicht vorhersagen. Die Diversifikation führt dazu, dass auch das Risiko des Verlustes steigt. Am Ende wird die Gesamtrendite nur noch durchschnittlich sein. Das „open book“ ist eine Hilfestellung, aber kein Garant für den 100prozentigen Erfolg.

Wie sieht es mit den Kosten aus?

Diese variieren von Plattform zu Plattform. Während eToro alle Basiswerte zum Handel zulässt, baut easyfolio sein Angebot auf ETFs auf. eToro lässt den Handel mit Aktien, CFDs, Forex und anderen Derivaten zu, easyfolio beschränkt sich darauf, Anlagestrategien anhand der persönlichen Risikoneigung zur Verfügung zu stellen. Der klassischen Abrechnung eines Brokers bei eToro steht bei easyfolio lediglich die Verwaltungsvergütung in Bezug auf die Kosten an.

Woran erkenne ich eine gute Social Trading-Plattform?

Je nach Plattform findet sich die unterschiedlichste Anzahl an Strategien und Produkten. Einige Plattformen lassen alles und jeden zu, verstehen sich als Laisser-faire-Veranstaltung. Andere prüfen sehr genau, wer sich unter die User mischt und welche Strategien er anwendet. Grundsätzlich hat dieses Vorgehen den Vorteil, dass das Angebot übersichtlich bleibt und vom Betreiber her auch kontrolliert wird. Die Funktionen für Suchen und Filtern sollten ebenfalls nicht unterschätzt werden. Je differenzierter die Suche und das Filtern möglich sind, um so genauer fallen die Treffer aus, um so weniger zeitaufwendig ist es, die gewünschten Informationen zu erhalten.

Ich bin Signalgeber – worauf muss ich achten?

Wer zum „Guru“ werden möchte und selbst mit dem Geben von Handelssignalen Geld verdienen will, benötigt ebenfalls Qualitätsmerkmale, an denen er festmachen kann, welche Social Trading Plattform für ihn infrage kommt. Eines dieser Merkmale ist natürlich der Verdienst durch das Signalgeben. Eine Größe kommt aus dem Forex-Handel. Eine Vergütung von einem US-Dollar je gehandeltem Lot sollte das Mindesteinkommen sein. Übersetzt bedeutet dies, wenn zehn Follower je ein Lot im Forex handeln, liegt der Zusatzverdienst für den Signalgeber bei zehn US-Dollar. Darüber hinaus sollte die Plattform erfolgreiche Trades der „Gurus“ positiv, beispielsweise in der Suchfunktion hervorheben. Nur so kann der Guru seine Gefolgschaft auf Dauer vergrößern.

Wo liegt der Nachteil bei einer Social Trading Plattform?

Gerade im Segment der CFDs und des Forex bergen Plattformen wie eToro ein gewisses Risiko. Die Kosten fallen in der Regel etwas höher aus, als bei einem herkömmlichen Broker. Einige Social Trading Plattformen agieren als Market Maker. Das bedeutet, dass sie selbst die Kurse gegen ihre Kunden stellen und somit auch Einfluss nehmen können. STP-Broker dagegen leiten die Orders direkt in den Markt. Da die Plattformen nur durch den aktiven Handel verdienen, kann nicht ausgeschlossen werden, dass sie beispielsweise Handelsstrategien mit hohem Handelsfrequenzaufkommen begünstigen. Auf der anderen Seite besteht die Gefahr, dass auch schlechte Strategien für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Basiert die Strategieauswahl nur auf wenigen Auswahlkriterien oder Kennziffern, steigt das Risiko eines Verlustes.

Kennzahlen als Basis für die Auswahl einer Social Trading Strategie

Eine Strategie dient dazu, mit möglichst geringem Einsatz möglichst viel Geld zu verdienen. Wie dies bei dem einzelnen Signalgeber aussieht, den ein Follower kopieren möchte, lässt sich erst durch einige Kennziffern in Erfahrung bringen. Wie rentabel die Strategie eines Signalgebers ist, lässt sich zum einen durch die Trade-Ratio, zum anderen durch die Payoff-Ratio feststellen.

  • Die Trade Ratio beziffert das Verhältnis von gehandelten zu erfolgreich abgeschlossenen Trades.
  • Die Payoff Ratio gibt Auskunft über das Verhältnis zwischen den erwirtschafteten Gewinnen und den verbuchten Verlusten.

Legt man nur die letzten vier Wochen zugrunde, wird das Ergebnis möglicherweise verfälscht sein. Je länger der Beobachtungszeitraum und je höher die Anzahl der Trades ist, um so präziser ist das Ergebnis. Interessenten sollten mindestens die Dauer von sechs Monaten und Minimum 500 Trades als Betrachtungsgrundlage wählen. Die Profile der Gurus lassen sich über die Filterfunktion aufrufen, in der gewisse Vorgaben gemacht werden. Beispielsweise lässt sich einstellen, dass nur Profile von Tradern aufgerufen werden, die in den letzten sechs Monaten mindestens 500 Trades gemacht haben. Die maximale Volatilität darf bei einem Trade zehn Prozent nicht überschreiten und der Verlust höchstens 20 Prozent betragen.

Ich möchte selbst Signalgeber werden

Vor dem Hintergrund des Hinzuverdienstes durch das open book ist dies natürlich ein verständliches Ansinnen. Wenn Follower die im vorderen Abschnitt genannten Kennzahlen bei der Auswahl eines Gurus berücksichtigen, liegt auf der Hand, wie das Vorgehen aussieht, um selbst als Signalgeber akzeptiert zu werden.

  • Zuerst gilt es, eine Nische im Trading zu finden, und sich dort zu positionieren.
  • Die Verlustbegrenzung muss eng gesteckt sein. Dies gilt für den einzelnen Trade, ebenso wie für die Zeitabschnitte Tag, Woche, Monat.
  • Die Trades dürfen keine zu hohe Volatilität aufweisen. Trader mit hohen Volumina suchen keine riskanten Deals mit extremen Gewinn- aber auch Verlustmöglichkeiten, sondern solide Erträge mit moderater Volatilität.

Das Risikomanagement beim Social Trading

Hier müssen zwei unterschiedliche Aspekte unterschieden werden. Zum einen gilt natürlich auch beim Social Trading das persönliche Risikomanagement, sprich, Höhe des eingesetzten Kapitals pro Trade in Relation zum Gesamtvermögen und das Einhalten von Stop-Loss und Take-Profit Grenzen. Zum anderen geht es aber auch darum, die Anlagen nicht zu sehr zu diversifizieren. Der Gedanke, wenn ich auf möglichst viele Strategien streue, kann mir am wenigsten passieren, ist nicht zu Ende gedacht. Niemand weiß im ersten Moment, weshalb eine Strategie aufgegangen ist. Die Streuung kann auch dazu führen, dass ein Einsteiger in der Masse auf immer wiederkehrende Strategien setzt, somit gar keine echte Aufteilung erfolgt. Dazu kommt noch, dass sich unter Umständen gegenläufige Strategien selbst neutralisieren. Wer 50 Trades gleichzeitig kopiert, kann nicht ausschließen, dass der eine „long“ und der andere „short“ geht, beide auf den selben Basiswert.

Warum soll ich teilen, wenn ich einfach einem „Follower“ folge?

Wer die Trades eines Followers kopiert, muss von seinem Gewinn nichts abgeben. Dies könnte sich aber schnell als eine falsche Denkweise herauskristallisieren. Es gibt keine Qualitätsstandards für Follower. Ob derjenige gut oder schlecht ist, merkt man erst, wenn es statt der erhofften Gewinne Verluste hagelt. Follower werden qualitativ noch nicht geprüft, es gibt keine Hinweise auf deren Erfolgsquoten. Lediglich die langfristige Beobachtung eines anderen Traders kann hier Auskunft geben.

Und warum soll ich jetzt Social Trading betreiben?

Grundsätzlich muss natürlich jeder für sich entscheiden, ob er als Einzelkämpfer agieren möchte, oder lieber vom Schwarmwissen profitiert. Social Trading bietet gerade Einsteigern die Möglichkeit, auf das Wissen und die Erfahrung der alten Hasen aufzubauen. Das Kopieren von Trades erspart es, selbst an einer Strategie zu tüfteln, wenn diese offenkundig bereits erfolgreich angewendet wurde. Auf der anderen Seite haben wir auch die Punkte angeführt, die beim Social Trading kritisch gesehen werden müssen, beispielsweise die Kostenseite. Diese Klippe können Trader aber recht einfach umschiffen. Es ist nicht verboten, bei mehreren Brokern Konten zu unterhalten. Hat sich eine kopierte Strategie mehrfach als erfolgreich herausgestellt, ist es ein Leichtes, diese auf dem eigenen Konto bei ähnlicher Marktlage selbst anzuwenden. Für den Einstieg dürfte es kaum eine bessere Variante geben, als das Traden in der Gruppe. Der Theorie aus Videotutorials, Webinaren und e-Books steht hier die gelebte Praxis anderer Trader gegenüber. Wer es schafft, sich als einer der Top-Trader zu etablieren, schafft sich durch das open book dazu noch einen attraktiven Zusatzverdienst. Voraussetzung ist natürlich, dass er es versteht, seine Erfolge entsprechend publik zu machen.