Können Wertpapiere auf Kreditbasis gekauft werden?

Die meisten Anleger nutzen das Investment in Wertpapiere, um auf diese Weise Kapital anzulegen und in der Folge einen Ertrag zu erzielen. Gerade beim Investment in Aktien lassen sich die Kunden in zwei Gruppen einteilen, nämlich in die langfristig orientierten Anleger und in die Kunden, die mehr spekulieren möchten und demzufolge auch als Spekulanten bezeichnet werden. Für diese Spekulanten ist es noch wichtiger als für die langfristig orientierten Anleger, den möglichst optimalen Zeitpunkt für den Kauf der Wertpapiere zu „erwischen“. Dieser optimale Zeitpunkt kann mitunter auch dann vorhanden sein, wenn der Kunde gerade keine liquiden Mittel zur Verfügung hat, um die Wertpapiere zu kaufen. In diesem Fall bieten manche Banken und Broker dem Kunden an, die Wertpapiere auch auf Kreditbasis zu kaufen. Es wird dann ein Wertpapierkredit vergeben, der ausschließlich zum Kauf der Wertpapiere genutzt werden darf. Die dann erworbenen Wertpapiere werden in der Regel an die Bank bzw. an den Broker verpfändet, sodass es sich bei dem Wertpapierkredit um ein abgesichertes Darlehen handelt. Allzu oft und lange sollte der Anleger den Kredit jedoch nicht nutzen, denn die Kosten (Zinsen) müssen natürlich durch den Ertrag erst einmal erwirtschaftet werden.