Anleger mit internationalen Wertpapieren sollten Asien im Blick behalten

Anleger mit internationalen Wertpapieren sollten Asien im Blick behalten

Wer rund um den Globus investiert, muss immer auch die allgemeine Weltwirtschaftslage und mögliche Krisenherde im Blick haben. Aktuell sollte sich der Fokus auf den Konflikt von Indien und Pakistan richten, der sich gestern bedenklich zugespitzt hat und direkte Auswirkungen auf einige Börsen- und Handelsplätze in Asien hatte.

Anleger, die international investieren, haben es derzeit bei der angespannten Lage in vielen Teilen der Welt nicht ganz leicht, die Risiken ihrer Investments vernünftig einschätzen zu können. Aktive Beobachtung und schnelles Handeln bei sich verändernden Umständen -das ist das Motto der Stunde. Damit werden internationale Anlagestrategien aufwendiger und zeitintensiver. Jetzt kommt ein weiterer Krisenherd hinzu. Der Konflikt zwischen Indien und Pakistan um die Kaschmir Region führt mit dem Abschuss zweier indischer Militärmaschinen nun zu einer weiteren Eskalationsstufe.

Zuspitzung im Konflikt um Kaschmir-Region führt zu Kursschwankungen an den asiatischen Börsen

Durch die enge Verflechtung der globalen Wirtschaft haben solche Vorfälle immer auch mehr oder minder große Schwankungen an den Börsen zur Folge. Zunächst verfinsterte sich die Lage am Devisenmarkt, sowohl die indische Rupie als auch die pakistanische Rupie verteuerten sich zum Dollar. Auch die Börsen von Mumbai und Karachi zeigten Abwärtsbewegung im jeweiligen Leitindex, so sank der pakistanische KSE um mehr als 3 Prozent ab. Der Sentex gab in Mumbai zwischenzeitlich bis zu 0,6 Prozent nach.

Luftraum gesperrt: Tausende Flugreisende nach Europa sitzen fest

Beide Seiten melden seitdem Feuergefechte. Während Indien vier nahe an der Grenze liegende Flughäfen schloss, sperrte Pakistan den gesamten Lauftraum. In der Folge kam es zu Flugannullierungen insbesondere von Flügen nach Europa. Die Passagiere stauten sich in den großen internationale Drehkreuzen Asiens. Mittlerweile ist klar, die Flüge werden wieder aufgenommen und über den Luftraum Chinas geleitet, das seine Erlaubnis erteilt hat.