Passive Anlagestrategien im Aufschwung

Passive Anlagestrategien im Aufschwung

Hedgefonds haben einen besonderen Ruf. Einerseits gelten sie als einer der Hauptauslöser der Finanzkrise. Andererseits erzielten sie nahezu fabelhafte Gewinne. Sie versprechen ihren Anlegern eine hervorragende Rendite durch ein aktives Management und Absicherungsgeschäfte zur Verlustbegrenzung. Diese gaben den Fondsgesellschaften auch ihren Namen.

Nichtsdestotrotz gelang es den Fondsmanagern seit mehr als dreizehn Jahren nicht mehr, den Markt zu schlagen. Eine bittere Bilanz im Anbetracht der hohen Kosten, die Anleger für den Erwerb von Fondsanteilen aufwenden müssen.

Passiv statt aktiv

Doch welchen Rat soll man befolgen, um besser zu performen als die Profis? Besondere Beliebtheit haben in den letzten zehn Jahren ETFs erlangt. Sie werden seit 27 Jahren angeboten und von einer steigenden Anzahl Anlegern genutzt. Im Jahr 2015 überstieg ihr verwaltetes Vermögen erstmals dasjenige der Hedgefonds.

ETFs sind Fonds, die einen zugrundeliegenden Index, beispielsweise den DAX, exakt abbilden. Der Anleger muss folglich keine große Summe investieren, um an dessen Marktentwicklung teilzuhaben. Der Erwerb eines ETFs reicht aus. Der Fonds ist passiv gemanagt, das bedeutet, dass die Gewichtung der einzelnen Titel automatisch erfolgt. Ein klassischer Fondsmanager, der die Anlageentscheidungen trifft, wird nicht benötigt. Für den Kunden ergibt sich hierdurch eine enorme Preisersparnis beim Ausgabeaufschlag.

Eine gute Portion Passivität ist nicht nur bei der Fondsauswahl, sondern auch beim persönlichen Anlageverhalten hilfreich. Mithilfe einer breiten Streuung im Depot, in Verbindung mit einem langen Anlagehorizont, steigt die Wahrscheinlichkeit für gute Erträge. Diese Strategie schließt allerdings Spekulationen und Kurzschlussreaktionen aus – die statt dem erhofften, schnellen Geld häufig eher Verluste bringen.

Weiterführenden Informationen zu ETFs und ETF-Sparplänen